Wer soll die Energiewende bezahlen?

Hier ein sehr interessantes Radio-Interview des WDR mit Frau Dr. Claudia Kemfert, der Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin.

Ist die aktuelle Verteilung der EEG Umlage des „Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG)“ auf Verbraucher und Industriebetriebe gerecht?

Wird der Netzausbau wie er mit Südlink geplant wird wirklich benötigt? Oder ist er vielleicht überdimensioniert?

Was tut die Politik bzw. das Wirtschaftsministerium, um zukünftig mehr Gerechtigkeit walten zu lassen?

Sind die Renditen, die die Übertragungsnetzbetreiber einstreichen, gerechtfertigt?

Diese und viele weitere wunde Punkte/Fragen werden diskutiert/gestellt und von Frau Kemfert eindeutig beantwortet.

Hier geht es zum: Radio-Interview

Tennet Info-Veranstaltung in Delligsen

Am 31.10.2016 findet in Delligsen auf dem Festsaal eine Informations- und Beteiligungsveranstaltung von Tennet zu den neuen Erdkabeltrassen statt.

Ab 17:00 Uhr können sich Bürger an verschiedenen Themeninseln über Technologie und Trassenvorschläge informieren und auch ihre Ortskenntnisse und ihr Wissen über Raumwiderstände zu den verschiedenen Trassenkorridoren einbringen.

Ab 18:00 Uhr findet dann die sich direkt anschließende Konferenz statt, bei der viele Fachexperten zum derzeitigen Planungsstand und die Beteiligungsmöglichkeiten berichten. Unter anderem ist auch die Rechtsanwaltskanzlei DeWitt dabei, die die Vereinigung von Landkreisen, die sogenannte „Hamelner Erklärung“, im Kampf gegen die Freileitungstrassen unterstützt hatte.

Hier alle Informationen zu der Veranstaltung auf der Webseite des Landkreises Holzminden: Info-Veranstaltung Delligsen

Neue Suedlink-Trassenvorschläge veröffentlicht

Seit dem 29.09.2016 liegen die neuen Erdkabel-Trassenvorschläge auf dem Tisch. Tennet hat die Pläne auf ihrer Webseite veröffentlicht und gleichzeitig die Bürgerbeteiligung gestartet.

Die vorgeschlagenen Trassen-Korridore sind für eine vollständige Erdverkabelung ausgelegt und meiden das Weserbergland. Lt. Tennet eignet sich das Gelände der Mittelgebirge nicht für eine Erdverkabelung.

Nachfolgend einige wichtige Links zu den aktuellen Planungen.

  • Detailpläne der Trassen für Süd-Niedersachsen: Süd-Niedersachsen 
  • Steckbrief zu den Trassen-Korridoren, die an das Weserbergland angrenzen: Trassen-Steckbrief für Abschnitt 60.
    Die Steckbriefe enthalten alle von Tennet bisher erfassten Raumwiderstände bzw. Raumwiderstandsklassen.
  • Hinweise von Tennet zur Bürgerbeteiligung: Online-Beteiligung
    Online können Bürger hier zu Kartenabschnitten Kommentare abgeben oder Verbesserungsvorschläge machen.
    Die Trassenpläne können stufenlos vergrössert werden, so dass auch Grundstücksgrenzen gezeigt werden.

Hier ein Beispiel für die Darstellungen der Karten bei der Online-Beteiligung:

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Zumindest in der Kommunikation von Tennet zu den Bürgern ist diese Vorgehensweise im Vergleich zur Vorstellung der ehemaligen Freileitungstrassen (Stichwort „Informationsmärkte“) sehr viel transparenter geworden.

Tennet hofft, dass die Bundesnetzagentur im Frühjahr 2017 einen Trassen-Korridor genehmigt.

Wir bleiben dran.

Kohle- und Atomstrom verstopfen die Netze

Wofür sind eigentlich die geplanten, neuen Netzleitungen wie Suedlink nötig? Für den Windstrom aus dem Norden, oder doch für Kohle- und Atomstrom? Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung erklärt die Sachlage und nimmt Stellung zu den geplanten Änderungen am Erneuerbare Energien – Gesetz:

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-188189.html

Bestellen Sie Ihren kostenlosen „Suedlink in die Erde“ Aufkleber

Sie möchten ein deutliches Zeichen für die Erdverkabelung der Mega-Stromtrasse Suedlink setzen?

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Bestellen Sie noch heute bis zu drei Stück (Anzahl bitte angeben) der kostenlosen Aufkleber bei der BI-Weserbergland. Senden Sie einfach einen frankierten, mit Ihrer Adresse versehenen, Rückumschlag an die folgende Adresse:

Frank Müffelmann
Meiborssen 5
37647 Vahlbruch
Deutschland

Der Aufkleber hat einen Durchmesser von 9,5 cm und kann z.B. von aussen auf ein Autofenster aufgeklebt werden. Natürlich gibt es noch weitere, unzählige Möglichkeiten, wie man mit diesem schönen und auffälligen Aufkleber Aufmerksamkeit erregen kann.

Bleiben wir wachsam: noch können Ausnahmeregelungen genutzt werden, um Freileitungen durch zu drücken. Z.B. kann eine Freileitung dann zum Zuge kommen, wenn die betroffene Gemeinde oder der Landkreis dies ausdrücklich wünschen. Im Gespräch sind hier bereits erhöhte „Entschädigungszahlungen“ bzw. „Ausgleichszahlungen“ (das hat natürlich ein Geschmäckle) an die Landkreise und Gemeinden, wenn diese darauf eingehen. Und wie wir alle wissen, die Versuchung sich auf diesem Wege zu sanieren dürfte hoch sein. Zeigen Sie deshalb ‚Flagge‘! Die nächsten Wahlen kommen bestimmt.

Machen Sie mit und kleben Sie sich einen!

gez.
Friedrich Wegener