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Vorträge der Antragskonferenz in Hannover

Die Antragskonferenz in Hannover ist gelaufen. Die Vorträge der Konferenz hat die Bundesnetzagentur auf der folgenden Seite veröffentlicht:

Vorträge der Antragskonferenz Hannover
Die in diesen Vorträgen aufgeführten Vorschlagskorridore und Alternativen können sich jedoch weiterhin noch ändern. Thüringen will sich mit einem Landesgesetz gegen die Südlinktrasse auf eigenem Gebiet wehren, indem Freileitungen, Erdkabel und Verkehrswege auf dem Gebiet der ehemaligen innerdeutschen Grenze verboten werden sollen. Sollte das Gesetz kommen, dann wäre eine Trasse mitten durch das Weserbergland weiterhin nicht auszuschließen.

In diesem Fall müsste allerdings eine weitere Antragskonferenz für das Weserbergland stattfinden.

Es bleibt weiterhin spannend.

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Südlink mit Umweg über AKW Grohnde?

Der sogenannte Westschwenk des Südlinks nach den bisherigen Trassenplanungen könnte gute Gründe haben. Bisher haben TenneT und die Bundesnetzagentur trotz penetranter Nachfragen von Bürgerinitiativen und betroffenen Bürgern nie eine Erklärung für den Westschwenk des Freileitungskorridors geliefert.

Ein Beitrag in der ZDF Wissenschaftssendung „Leschs Kosmos“ könnte nun Hinweise geliefert haben. Vielleicht hat man, wie in dem Beitrag erläutert wird, bereits an die Zeit nach der Abschaltung der Atomkraftwerke gedacht.

Dann könnte man nämlich mit der dargestellten Lösung gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

  • Nutzung des entstehenden Bauschutts beim Rückbau der Atomkraftwerke
  • Nutzung der guten Netzanbindung der ehemaligen Kraftwerksgelände
  • Nutzung der nach dem Rückbau verfügbaren Freiflächen

Doch sehen Sie selbst!

Die Erläuterung der möglichen Gründe für den Westschwenk finden Sie in dem YouTube Beitrag ab der Minute 24:00:

YouTube: Leschs Kosmos, oder was den Westschwenk auch bei einer Erdverkabelung attraktiv machen könnte.

Erdkabelvorrang – und nun?

Am 17.11.2015 fand im Rathaus von Hannover ein Termin unter Beteiligung von

  • BNetzA,
  • Tennet,
  • Anwaltskanzlei de Witt,
  • Klimaschutz-Agentur Weserbergland,
  • Bündnis der Hamelner Erklärung und
  • Vertretern von Bürgerinitiativen

statt. Es wurden die jeweiligen Positionen ausgetauscht und über das weitere Vorgehen diskutiert.

Hier das interessante Protokoll des Treffens:

Protokoll vom 17.11.2015

Solange das Gesetzt für Erdkabelvorrang nicht beschlossen und veröffentlicht ist, bleiben viele Fragen offen:

Was bedeutet z.B. die ggfs. mögliche Bündelungsoption mit bestehenden Freileitungstrassen?

In welchen Fällen dürfen Freileitungen anstatt von Erdkabeln gebaut werden?

Wie genau wird die Bügerbeteiligung bei der Suedlink-Planung nach der Gesetzesänderung ablaufen?

Wir bleiben dran!

Bundesnetzagentur verlangt Nachbesserungen von TenneT

Die Bundesnetzagentur hat von TenneT erhebliche Nachbesserungen am Antrag für das Vorhaben Nr. 4 (Suedlink) gefordert. Dieses war z.B. auch in der „Hamelner Erklärung“ verlangt worden. Die Nachbesserungen dürften dazu führen, dass sich das gesamte Verfahren um mehrere Monate verzögert.

Viele Kritiker des Suedlinks sehen sich bestätigt und sehen in den Nachforderungen eine schallende Ohrfeige für Tennet, die wichtige Fragen bisher nur mit beständigem Schweigen beantwortet hatte.

Welche Nachbesserungen werden verlangt? Lesen Sie dazu die Hinweise auf der Webseite des Landkreises Holzminden:

Tennet Antrag zurückgewiesen

Hier zudem noch die Tonaufzeichnung (Voice Stream) der Stellungnahme von Tjark Bartels:

Stellungnahme von Landrat Tjark Bartels im Wortlaut

Übergabe der Hamelner Erklärung an die Bundesnetzagentur und die weiteren Schritte

Heute wurde die sogenannte „Hamelner Erklärung“ an die Bundesnetzagentur in Bonn übergeben. Landrat Tjark Bartels erklärt in einem Video auf der Seite der Zeitung „Dewezet“ den aktuellen Status und auch die nächsten Schritte. Zum Beispiel soll voraussichtlich Ende Februar noch ein öffentlicher Termin in Kassel stattfinden, an dem mit verschiedenen Experten detailliert über den Stand der Technik und die Möglichkeiten einer Erdverkabelung diskutiert werden soll.

Seite der Dewezet mit Video

Erdkabel-Konferenz am 24.02.2015 in Kassel

Voller Erfolg der „Mahnwache“ in Hameln

Die heutige gut besuchte Lichter-Mahnwache war erst der Auftakt zu einer Reihe weiterer Demos, die noch folgen werden.
Wir werden weiter auf die vielen ungeklärten Fragen hinweisen, sowie auch auf das fragwürdige Verfahren zum Durchboxen der Trassenpläne.

Warum sollen mit der Freileitung über 100km Umweg durch das Weserbergland in Kauf genommen werden, wo es doch auf der anderen Seite zu teuer ist überhaupt über eine durchgehende Erdverkabelung nachzudenken?

Wann werden die Betroffenen endlich darüber informiert, dass mehrere parallele Trasse gebaut werden müssen, um den im Jahr 2025 prognostizierten Windstrom abzutransportieren? Die Bundesnetzagentur hat für den Suedlink bestätigt, dass pro Mast nur 4GW transportiert werden können. Lt. des Szenariorahmens im Netzentwicklungsplan (NEP) 2015 (Entwurf) geht man in 2025 von 10,5 GW allein an offshore Windenergie aus. Hinzu kommt eine wahrscheinlich noch grössere Leistung an onshore Windenergie. 2022 soll Suedlink fertig sein. Entweder der Suedlink mit einer Trasse ist dann bei Fertigstellung schon längst überfordert, oder man verschaukelt die Betroffenen: wenn erst einmal eine Trasse steht, dann ist es einfacher weitere Trassen nachzuschieben.
Nach Adam Riese müssen also 4 oder sogar 5 parallele Trassen gebaut werden. Die Schneisen, die dann durch unsere Landschaft geschlagen werden müssen, kann sich niemand von uns vorstellen.

Es darf nicht sein, dass tausende von Quadratkilometern Natur zerstört werden, keine Rücksicht auf die Betroffenen genommen wird, damit der Rest der Republik ein gutes Gewissen hat.

Wir bleiben dran und werden weiterhin unsere für viele Leute unbequemen Fragen stellen!

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