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Neue Suedlink-Trassenvorschläge veröffentlicht

Seit dem 29.09.2016 liegen die neuen Erdkabel-Trassenvorschläge auf dem Tisch. Tennet hat die Pläne auf ihrer Webseite veröffentlicht und gleichzeitig die Bürgerbeteiligung gestartet.

Die vorgeschlagenen Trassen-Korridore sind für eine vollständige Erdverkabelung ausgelegt und meiden das Weserbergland. Lt. Tennet eignet sich das Gelände der Mittelgebirge nicht für eine Erdverkabelung.

Nachfolgend einige wichtige Links zu den aktuellen Planungen.

  • Detailpläne der Trassen für Süd-Niedersachsen: Süd-Niedersachsen 
  • Steckbrief zu den Trassen-Korridoren, die an das Weserbergland angrenzen: Trassen-Steckbrief für Abschnitt 60.
    Die Steckbriefe enthalten alle von Tennet bisher erfassten Raumwiderstände bzw. Raumwiderstandsklassen.
  • Hinweise von Tennet zur Bürgerbeteiligung: Online-Beteiligung
    Online können Bürger hier zu Kartenabschnitten Kommentare abgeben oder Verbesserungsvorschläge machen.
    Die Trassenpläne können stufenlos vergrössert werden, so dass auch Grundstücksgrenzen gezeigt werden.

Hier ein Beispiel für die Darstellungen der Karten bei der Online-Beteiligung:

Bildschirmfoto 2016-10-01 um 21.12.20.png

Zumindest in der Kommunikation von Tennet zu den Bürgern ist diese Vorgehensweise im Vergleich zur Vorstellung der ehemaligen Freileitungstrassen (Stichwort „Informationsmärkte“) sehr viel transparenter geworden.

Tennet hofft, dass die Bundesnetzagentur im Frühjahr 2017 einen Trassen-Korridor genehmigt.

Wir bleiben dran.

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Erdkabelvorrang – und nun?

Am 17.11.2015 fand im Rathaus von Hannover ein Termin unter Beteiligung von

  • BNetzA,
  • Tennet,
  • Anwaltskanzlei de Witt,
  • Klimaschutz-Agentur Weserbergland,
  • Bündnis der Hamelner Erklärung und
  • Vertretern von Bürgerinitiativen

statt. Es wurden die jeweiligen Positionen ausgetauscht und über das weitere Vorgehen diskutiert.

Hier das interessante Protokoll des Treffens:

Protokoll vom 17.11.2015

Solange das Gesetzt für Erdkabelvorrang nicht beschlossen und veröffentlicht ist, bleiben viele Fragen offen:

Was bedeutet z.B. die ggfs. mögliche Bündelungsoption mit bestehenden Freileitungstrassen?

In welchen Fällen dürfen Freileitungen anstatt von Erdkabeln gebaut werden?

Wie genau wird die Bügerbeteiligung bei der Suedlink-Planung nach der Gesetzesänderung ablaufen?

Wir bleiben dran!

Antragskonferenzen – So wird es ablaufen

Am Beispiel eines aktuell laufenden Verfahrens (nicht Suedlink) kann man schon einmal nachlesen was uns beim Suedlink erwartet, falls die Politik das Verfahren nicht stoppt:

Beispiel für ein Informationspapier zur Antragskonferenz

Beispiel für die Agenda einer Antragskonferenz

Angeblich lt. BNetzA sollen die Suedlink Antragskonferenzen nicht vor März 2015 stattfinden. Darauf können wir uns nicht verlassen! Die Termine können auch kurzfristig bekannt gegeben werden. Dann müssen wir vorbereitet sein. Weiterhin wird schon angedeutet, dass nicht in jedem Landkreis entlang der Trasse eigene Antragskonferenzen stattfinden werden, da man das nicht schaffen würde. Ein Schelm wer Böses dabei denkt: Je weniger Konferenzen, desto weniger Gegenwehr.

Wer die Informationen zu den Antragskonferenzen gelesen hat, der kann sich selbst ausmalen, welche Möglichkeiten der Einzelne zur Beteiligung hat.