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Vorträge der Antragskonferenz in Hannover

Die Antragskonferenz in Hannover ist gelaufen. Die Vorträge der Konferenz hat die Bundesnetzagentur auf der folgenden Seite veröffentlicht:

Vorträge der Antragskonferenz Hannover
Die in diesen Vorträgen aufgeführten Vorschlagskorridore und Alternativen können sich jedoch weiterhin noch ändern. Thüringen will sich mit einem Landesgesetz gegen die Südlinktrasse auf eigenem Gebiet wehren, indem Freileitungen, Erdkabel und Verkehrswege auf dem Gebiet der ehemaligen innerdeutschen Grenze verboten werden sollen. Sollte das Gesetz kommen, dann wäre eine Trasse mitten durch das Weserbergland weiterhin nicht auszuschließen.

In diesem Fall müsste allerdings eine weitere Antragskonferenz für das Weserbergland stattfinden.

Es bleibt weiterhin spannend.

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Bestellen Sie Ihren kostenlosen „Suedlink in die Erde“ Aufkleber

Sie möchten ein deutliches Zeichen für die Erdverkabelung der Mega-Stromtrasse Suedlink setzen?

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Bestellen Sie noch heute bis zu drei Stück (Anzahl bitte angeben) der kostenlosen Aufkleber bei der BI-Weserbergland. Senden Sie einfach einen frankierten, mit Ihrer Adresse versehenen, Rückumschlag an die folgende Adresse:

Frank Müffelmann
Meiborssen 5
37647 Vahlbruch
Deutschland

Der Aufkleber hat einen Durchmesser von 9,5 cm und kann z.B. von aussen auf ein Autofenster aufgeklebt werden. Natürlich gibt es noch weitere, unzählige Möglichkeiten, wie man mit diesem schönen und auffälligen Aufkleber Aufmerksamkeit erregen kann.

Bleiben wir wachsam: noch können Ausnahmeregelungen genutzt werden, um Freileitungen durch zu drücken. Z.B. kann eine Freileitung dann zum Zuge kommen, wenn die betroffene Gemeinde oder der Landkreis dies ausdrücklich wünschen. Im Gespräch sind hier bereits erhöhte „Entschädigungszahlungen“ bzw. „Ausgleichszahlungen“ (das hat natürlich ein Geschmäckle) an die Landkreise und Gemeinden, wenn diese darauf eingehen. Und wie wir alle wissen, die Versuchung sich auf diesem Wege zu sanieren dürfte hoch sein. Zeigen Sie deshalb ‚Flagge‘! Die nächsten Wahlen kommen bestimmt.

Machen Sie mit und kleben Sie sich einen!

gez.
Friedrich Wegener

Bundestag beschließt Erdkabel-Gesetz

Am 03.12.2015 hat der Bundestag die Gesetzesänderung beschlossen mit der die ehemalige Vorgabe „Freileitung hat Vorrang, Erdkabel nur in Ausnahmefällen“ direkt umgekehrt wird.

Hier die aktuellen Änderungen des Gesetzentwurfes

Der Kampf der Bürgerinitiativen für den Erhalt des Landschaftsbildes, für den Schutz der eigenen Gesundheit und gegen den Wertverlust von Immobilien hat sich somit gelohnt.

Sogar Tennet als ehemaliger Verfechter der Freileitungstechnik begrüßt mittlerweile den Vorrang für die Erdkabeltechnik. Es ist noch nicht lange her, da wurde von allen Seiten behauptet, daß Erdkabel für HGÜ-Trassen unerprobt und bisher nur prototypisch eingesetzt worden sei.

Heute liest man auf der Tennet-Webseite: „Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat bereits rund 1.800 Kilometer Gleichstrom-Kabelprojekte mit insgesamt 16 Konvertern in Betrieb und betreibt darüber hinaus das mit zehn Kilometern längste Wechselstrom-Erdkabelprojekt in Europa.“ Weiterhin sieht Tennet heute keinerlei technische Probleme für eine vollständige Erdverkabelung von Suedlink.

Man höre und staune.

Trotz der Entscheidung des Bundestages für den Erdkabelvorrang bleiben noch Fragen offen. Es sind Ausnahmeregelungen im Gesetz beschrieben, die es erforderlich machen, daß die Bürgerinitiativen weiterhin wachsam die Planungen und Umsetzungen begleiten.

Wir bleiben dran.

Erdkabelvorrang – und nun?

Am 17.11.2015 fand im Rathaus von Hannover ein Termin unter Beteiligung von

  • BNetzA,
  • Tennet,
  • Anwaltskanzlei de Witt,
  • Klimaschutz-Agentur Weserbergland,
  • Bündnis der Hamelner Erklärung und
  • Vertretern von Bürgerinitiativen

statt. Es wurden die jeweiligen Positionen ausgetauscht und über das weitere Vorgehen diskutiert.

Hier das interessante Protokoll des Treffens:

Protokoll vom 17.11.2015

Solange das Gesetzt für Erdkabelvorrang nicht beschlossen und veröffentlicht ist, bleiben viele Fragen offen:

Was bedeutet z.B. die ggfs. mögliche Bündelungsoption mit bestehenden Freileitungstrassen?

In welchen Fällen dürfen Freileitungen anstatt von Erdkabeln gebaut werden?

Wie genau wird die Bügerbeteiligung bei der Suedlink-Planung nach der Gesetzesänderung ablaufen?

Wir bleiben dran!

Stellungnahme der BNetzA zu Konzepten der Fa. Infranetz

Die Konzepte von Tennet, BNetzA und Fa. Infranetz zum Thema „Erdverkabelung bei HGÜ Trassen“ unterscheiden sich teilweise eklatant. Während Tennet und BNetzA von 30m Trassenbreite und mehr für 4 GW HGÜ Erdkabel sprechen, werden von Fa. Infranetz max. 2 * 70cm Breite für die gleiche Übertragungsleistung angegeben.

Tennet und BNetzA stellen die Angaben von Infranetz auf öffentlichen Veranstaltungen immer wieder in Frage. Die BI Weserbergland hat nun die BNetzA um eine konkrete Stellungnahme zu den Angaben von Infranetz gebeten.

Die Antwort von Herrn Rennert der Fa. Infranetz ist wie gewohnt detailliert und konkret.

Hier die Stellungnahme der BNetzA

und die Antwort von Fa. Infranetz

Mittlerweile hat der Bundestag das sogenannte „Erdkabel-Gesetz“ beschlossen. In den Begründungen zu den Änderungen der ursprünglichen Gesetzesvorlage wird von dem Ziel gesprochen ca. 90% der Suedlink Verbindung als Erdkabel auszulegen.

Wir sind auf die Umsetzung und die dann verwendete Technologie gespannt und werden die weiteren Schritte aufmerksam begleiten.

Präsident der Bundesnetzagentur: keine Erdvollverkabelung, daher Mehrkosten tragbar

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, hält die Mehrkosten für Erdkabel für vertretbar, geht er doch davon aus, dass es sowieso keine Erdvollverkabelung geben wird. Homann: „…wer das glaubt ist auf dem Irrweg“.

Jetzt kommt es darauf an, welche Ausnahmen im noch zu ändernden Gesetz trotz Erdkabel-Vorrang zugelassen werden.

Es bleibt spannend und wir werden genau beobachten wie ernst es den Koalitionsspitzen mit der Vorgabe „Erdkabel-Vorrang“ ist.

Präsident der BNetzA im Interview